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Seiberer 2023 …. Ein wenig (?) Nostalgie

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Am letzten Wochenende des regnerischen Aprils 2023 trafen sich zum Frühlingserwachen zwei- und vierrädrige Oldtimerfreunde am Fuße des Seiberers in Weißenkirchen in der Wachau, um den Seiberer Berg (6,3 km) zweimal in Angriff zu nehmen, wenn möglich in gleicher Zeit.

Seiberer Bergpreis 2023 – Blick ins Donautal

Zum Berg, wie gewohnt (aus „QuälDich“):

Die Bergstraße auf den Seiberer startet westlich von Weissenkirchen in der Wachau und verbindet das Donautal mit den Waldviertler Orten Kottes, Els, Ottenschlag u.v.a.m. Wie viele Erhebungen aus einem Flusstal heraus ist der Seiberer kein Pass, er führt aus dem Donautal relativ steil in das Waldviertel hinauf, aber nach der Passhöhe nicht mehr runter.

Rund um diesen Punkt gibt es durchaus noch höher gelegene Orte. Der Seiberer stellt also eher einen bekannten Namen als unbedingt den höchsten Punkt dar. Macht aber gar nichts, so kann er als Ausgangspunkt einer Erforschung der Region südliches Waldviertel oder der Weinbaulandschaft Kremstal von der Wachau aus dienen.“

Bekannt ist der Seiberer vor allem den Oldtimerfans, führt doch jährlich seit 1924 – damals natürlich noch auf Sandstraße – der Seiberer Bergpreis  – Seiberer: Seiberer Bergpreis 2023: Seiberer LIVE hinauf. Das Ziel der Bergstreckstrecke liegt allerdings ca. 2,5 km vor dem höchsten Punkt der Landesstraße L78, die sich erst durch Weinterrassen, später durch den für das Waldviertel typischen dichten Wald emporschlängelt. Als kleines Zuckerl gibt es neben der Wertung für Motorfahrzeuge eine Spezialwertung für alte Rennräder. Bei dieser Veranstaltung geht es übrigens nicht um Geschwindigkeit, sondern um Gleichmäßigkeit in zwei Läufen. Sieger ist derjenige, der den geringsten Zeitunterschied hat.

Seiberer Bergpreis 2023 – die „wenigen“ Pferde scharren mit den Hufen

Landschaftlich hat dieser Anstieg einiges zu bieten: vor allem bei Schönwetter bieten sich genussvolle Ausblicke auf das zurückbleibende Donautal sowie die kunstvoll angelegten Weinterrassen mit den weithin bekannten Trockenmauern, die man ob der geringen Härte der Steigung umso mehr genießen kann. Erst weiter oben bekommt man ein wenig die raue Seite des Waldviertels zu spüren, es herrscht nämlich fast immer Gegenwind.“

Seit 1985 veranstaltet der Erste Österreichische Kleinwagenclub den „Seiberer Bergpreis“.

Neu im Programm ist das „Malakoff“-Radrennen am Vortag. Zweimal mit gleicher Geschwindigkeit auf den Seiberer. Schon motorisiert eine Herausforderung, mit eigener Muskelkraft nicht einfacher. Der Regengott meinte es heuer nicht gut mit den Radfahrern. Nacherzählt von den Anwesenden ergossen sich Wassermassen über die Seiberer-Bergstrasse. Etwas für Nehmerqualitäten.

Seiberer Bergpreis 2023

Der Sonntag zeigte sich von der „Sahneseite“. Schlagobers zur Malakofftorte, besser geht’s nicht.

Wie immer voller Startraum, bestens gerüstete Helfer inklusive Feuerwehr, Rettung, Polizei und ARBÖ. Ein großes Lob an den Veranstalter. Es wird immer schwieriger, so eine große Veranstaltung an einem solchen Wochenende, 1. Mai, Maibaumaufstellen usw. abzuhalten. Weißenkirchen war voll mit Touristen und Tagesausflügler, dazu noch diese Menge an Teilnehmern.

 

Seiberer Bergpreis 2023

Unter den Teilnehmern gab es Meinungen, die Zeitnehmung sei nicht mehr „up to date“. Wir persönlich genossen es, der Spaß sollte im Vordergrund stehen. Wunderschöne Fahrzeuge, ein buntes Teilnehmerfeld mit seltenen Stücken, gut besuchter Verpflegungsstand, Benzingespräche, anerkennende Blicke unter den Fachkundigen für unsere Appia Berlina.

Wir gestalteten unser Programm rund um die zwei Wertungsläufe mit Ortserkundung, Weinbergbesichtigung und Fachsimpeln.

Zweimal musste ich Starthilfe in Form von Anschieben in Anspruch nehmen. Problem ist noch offen. Motorisch lief die Appia traumhaft, Komfort inklusive.

Seiberer Bergpreis 2023 – auf der anderen Seite der Donau

Übernachtung stand dieses Mal im Stift Göttweig auf dem Programm. Ein Traum, wenn man es ruhig und erhaben haben möchte.

Auf der Heimreise nach Oberösterreich über Herzogenburg ist sehr zu empfehlen, wir wurden ich in Gablitz gestoppt. Die Feuerwehr leitete um, dachte ich, doch es ging um das Gablitzer Altblech Treffen. Man winkte mich eifrig in den Parkplatz, doch andere Verpflichtungen standen an.

Seiberer Bergpreis 2023 – die Appie „stürmt“ den Seiberer hinauf

Die Appia fuhr bravourös die 350 km.

G. Wöss / 05.2023

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