Es ist schön, wenn wenigstens der Computer Ordnung hält. Wann war ich das letzte Mal auf der Oldtimermesse in Tulln? Lange nachgedacht, bei lancianews nachgeschaut: 2018!
Ich sollte mich schämen, bei jeder Gelegenheit die österreichische (Lancia-) Fahne schwingen und nicht hingehen. Aber die Prioritäten verändern sich, als Pensionist ist „man“ sowieso terminlich überlastet usw. Für Liebhaber italienischer Autos (nicht zwingend Steyr-Fiat) war Tulln nie eine Fundgrube oder ein „must see“. Die erdnahe Konzeption der Messe – Österreich, vernünftige Preise, Zweirad und die Kirche im Dorf lassen – ziehen ein buntes Publikum an, das nicht unbedingt fünf- oder sechsstellige Pretiosen sehen (und kaufen) will.
Das große Messegelände bietet indoor und outdoor ausreichend Platz, beim herrlichen Wetter 2026 Ausflugsqualität und ausreichend Gastronomie. Gute Organisation, ausreichend Parkplätze in allen Windrichtungen (wenn man rechtzeitig anreist), Zugang für Oldtimer (zum Schauen und Parken) sowie thematisch geordnete Hallen für nahezu jedes Thema.
In den 1990er-Jahren beim Lancia Club Österreich aktiv dabei, den Vergleich mit Expo Salzburg, Padua, Bologna gemacht, schlenderte ich mit offenen Augen und des Kraches wegen mit verstopften Ohren durch das Gelände, wurde gastfreundlich bewirtet, durfte die besuchten Stände bewundern, kaufte nichts – keine qualifizierte Literaturangebote, unübersichtliches Modellautoangebot, ungekennzeichnete Teilestände, viel Klump für den „Sehmann“ – aber volle Hallen und Gastronomie.
Drei Stände habe ich gezielt besucht, die liebevoll, gemütlich und einladend gestaltet waren. Lancia Club Österreich, Matra IG und Motorsportclub Purkersdorf.
Frau Sabine Schuh und Martin Heinz hatten den Clubstand des LCÖ unter dem Motto „120 Jahre Motorsport“ eindrucksvoll gestaltet: vier Fahrzeuge (Aurelia B20 GT 4. Serie, Fulvia Montecarlo, Delta Integrale (Karlhofer) und Ypsilon Rally 4 HF (Wurmbrand)) vor einer tollen Fotowand mit Bildern von Lambda bis Delta und mehr.
Die Matra IG war bürgerlich, freizeitlich präsentiert – die schnellen Djet, Jet und Alpine blieben in Tulbing. Josef Pointiger zeigte für den MSCP seinen Ford Escort von der Rallye Monte-Carlo Historique 2026.
Ein geruhsamer Ausflug in die Oldtimerwelt, „suum cuique“ und die Brieftasche wurde geschont.
E. Marquart / 5.2026






Ich war vor 2025 auch viele Jahre nicht mehr auf der Messe, die Lücke könnte sogar noch etwas länger als bei dir gewesen sein. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, mein vormals ausschließlich britisch eingefärbter Zugang kann es zielgruppengemäß eher nicht gewesen sein. Interessanterweise motiviert mich meine Lancia viel mehr dazu.
Zur Veranstaltung selber kann ich dir nur völlig zustimmen, viel Platz, gute Organisation, Parkplatz bei rechtzeitiger Anreise direkt vor dem Eingang. Aber aus meiner, mehr oder weniger unwissenden Sicht halt auch viel „Ramsch“. Eventuell bin ich aber zu wenig Stöberer und Kramer, um das Gebotene gebührend schätzen zu können.
Lg