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Internationale Österreichische Alpenfahrt II

Aus unserem Archiv ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte von Karl L. und Trude Hirsch

 


Internationale Österreichische Alpenfahrt 1951 – Lancia Aprilias

 

Im Beitrag „Alpenfahrt I“ vom 1. Juni 2005 haben wir von der Neuerscheinung auf dem Buchmarkt „Die Alpenfahrt 1910 – 1973“ von Martin Pfundner berichtet und zwei weitere Beiträge zum Thema Alpenfahrt angekündigt.


Karl L. und Trude Hirsch in Eile (zum Alpenpokal 1951)

Der zweite Beitrag ruft nochmals die einmalige Erfolgsserie von Karl L. und Trude Hirsch bei der Internationalen Österreichischen Alpenfahrt zwischen 1950 und 1955 in Erinnerung. Auf Lancia Aprilia und DKW 3=6 erreichten die fünffachen Staatsmeister und OSK-Pokalsieger nach einer Erinnerungsmedaille im Jahre 1949 auf Steyr Baby folgende Platzierungen:

1950 Goldmedaille, Kategoriesieg und Alpenpokal
1952 Goldmedaille, Klassensieg, Edelweiß, Alpenpokal und Teampreis
1953 Goldmedaille, Klassensieg, Edelweiß, Ehrenpreis
1954 Goldmedaille, Teampreis
1955 Goldmedaille, Klassensieg, Ehrenpreis.

 

 Alpenfahrt 1952

Martin Pfundners Buch (Anhang Seite 183) habe ich Details zu diesen Veranstaltungen entnommen:

1950 – Startort Velden, gesamt 1.275 km mit mit drei Sonderprüfungen
1951 – Startort Kitzbühel, gesamt 1.575 km mit vier Sonderprüfungen
1952 – Startort Velden, gesamt 1.065 km mit zwei Sonderprüfungen
1953 – Startort Gmunden, gesamt 1.573 km mit fünf Sonderprüfungen
1954 – Startort Velden, gesamt  1.488 km mit drei Sonderprüfungen
1955 – Startort Velden, gesamt 1.460 km mit drei Sonderprüfungen.

Die Sonderprüfungen waren alle auf Straßen mit bekannten Namen, die heute durchgehend asphaltiert und begradigt sind: Turrach Südrampe, Katschberg, Präbichl, Klippitzthörl – damals mit beachtlichen Steigungen und Sandbelag große Herausforderungen für alle Teilnehmer.

Die Bilder sind wieder den Fotoalben von Frau Trude Hirsch entnommen und geben die Schwierigkeiten der Strecke, aber auch den Einsatz von Karl L. und Trude Hirsch wieder. Goldmedaillen und Klassensiege waren nicht durch Spazierfahrten zu erreichen. Wir danken Frau Hirsch ein weiteres Mal für die Bereitstellung dieses einmaligen Materials.

Die Alpenfahrt behielt ihre Härte bis zur letzten Veranstaltung 1973 durch entsprechende Streckenwahl hoch, was durch die steigende Anzahl von Werkteams am Start und schließlich dem Status eines Weltmeisterschaftslaufes als Höhepunkt belohnt wurde. Es gibt zwar heute noch einige schöne Sandstraßen in Kärnten, die diesen Anforderungen in gemäßigter Form gerecht werden können, doch die aktuellen Oldtimerveranstaltungen meiden die Herausforderungen, weil der Großteil der Teilnehmer um ihre automobilen Schätze fürchtet und Sandstraßen mit Geländestrecken gleichsetzt.


Alpenfahrt 1953

Der letzte Beitrag zu diesem Thema wird von den vergeblichen Versuchen von Lancia Corse, bei der Alpenfahrt zwischen 1968 und 1972 erfolgreich zu sein, berichten.
E. Marquart /7.2005

Nachsatz zu diesem „Lancia-lastigem“ Bericht: Karl L. Hirsch stieg 1954 auf DKW um, die Aprilia aus dem Jahr 1939 hatte über viele Jahre brave Dienste geleistet und der DKW bildete den Einstieg in die erfolgreiche Geschäftstätigkeit nach 1955.


Anderes Fahrzeug, anderer Antrieb – aber wieder schneller als die Konkurrenz!

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