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Wiederholungstäter – 2. CLASSIC 1000 2021

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Kurt Schimitzek und sein Team hatten im Oktober 2020 in „Ergänzung“ zur Winterrallye Steiermark die 1. CLASSIC 1000 (km) aus der Taufe gehoben, bei welcher 19 Teams aus Deutschland und Österreich angetreten – und ins Ziel gekommen waren. 2021 trafen einander 29 Teilnehmerteams und das Organisationsteam wieder in St. Ulrich/Steyr zur 2. CLASSIC 1000.

2. Classic 1000 – Einladungsposter

Beiderseitig Wiederholungstäter: 14 Teams, die 2020 teilgenommen hatten, und die Organisatoren waren komplett wiedergekommen, um den Spaß der flotten 1.000 km (hoffentlich ohne die letztjährigen Fehler) zu wiederholen. Ich habe im Bericht 2020 kurz das Konzept der Veranstaltung skizziert: ein positiver Blick zurück, Rallye im ursprünglichen Sinne = das zeitgerechte Erreichen der Kontrollen (ohne die StVO allzu viel zu übertreten), zeitlicher Ablauf mit Rhythmus ohne Wartezeiten, Befahren von abgelegenen („alten“) Straßen, auf welchen das „artgerechte“ Bewegen der Fahrzeuge Spaß macht, zwei Wertungen für die Rallye und einige Gleichmäßigkeitsprüfungen.

Dieses Konzept versuchen viele Veranstalter auch umzusetzen, doch so konsequent wie Kurt Schimitzek das macht, habe ich es noch nie gesehen.

  • 1.000 km in zwei Tagen
  • Jeweils 22 Zeitkontrollen pro Fahrtag
  • Vier Sektoren mit kurzen Pausen für die Zeitnahme
  • Vier Gleichmäßigkeitsprüfungen pro Sektor
  • Roadbuch mit 142 Seiten, Karten in unterschiedlichen Maßstäben
  • Vorgegebene Schnitte unter 50 km/h für Etappenlängen zwischen 15 und 63 km
  • GPS-Messungen der Zeitkontrollen, Passierkontrollen, Durchfahrtszeiten bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen sowie kritischen Geschwindigkeitsbeschränkungen.
2. Classic 1000 2021 – das Teilnehmersäckchen

Die moderne Technik macht es möglich: GPS-Messung mit Transponder im Fahrzeug, zeitgerechte Auslesung der GPS-Daten, Übertragung zum Auswertungsserver, der vom Team der Fachhochschule Klagenfurt Elektrotechnik/Elektronik ( https://www.fh-kaernten.at/ ) unter Leitung von Herrn Dr. Helmut Wöllik mit Programm und Operation betreut wurde. Corona-bedingt musste, und technikbedingt konnte das Veranstaltungsteam sehr klein gehalten werden und daher die Kosten für beide Seiten geringgehalten werden.

 

2. Classic 1000 2021 – Krypten-Tafel im Büro

Die aktive Mitarbeit der beiden Beherbergungsbetriebe – Gasthof Mayr in Steyr/St. Ulrich https://www.landgasthof-mayr.at/ an Start und Ziel sowie Hotel Schloss Weikersdorf in Baden https://hotelschlossweikersdorf.at/ als Ziel des ersten Tages – war wichtiger Bestandteil der Gesamtorganisation.

2. Classic 1000 2021 – die Verwirrungserklärungen

30 Fahrzeuge standen in der Nennliste, 28 starteten in St. Ulrich bei herrlichem Herbstwetter Richtung Süden nach Baden. Das Feld wurde in Baujahres- und Gewicht/Leistungsklassen eingeteilt, um im Falle der Punktegleichheit eine nachvollziehbare Reihung herbeiführen zu können. Die Markenvielfalt war beeindruckend, es gab keine dominierende Marke, nur drei Fronttriebler, mit 43 bis 210 PS waren sichtlich alle ausreichend motorisiert, denn der kleine R5-Parisienne erreichte Platz sieben ohne Verspätungen! Die Fahrzeuge waren eher „bürgerlich“, die Zweisitzer und Rallyefahrzeuge waren in der Minderzahl und auch nicht ganz vorne platziert.

2. Classic 1000 2021 – Ganz so knapp dürften die Etappen nicht gewesen sein … ZK Bad Großpertholz nach 18 km in 22 Minuten

 

2. Classic 1000 2021 – geduldig wartet der Manta B – nach 32 km in 39 Minuten vor Gutenstein
2. Classic 1000 2021 – Gesamtsieger Vater und Tochter 2020 und 2021 auf BMW 1800

Die Strecke des ersten Fahrtages führte durch oberösterreichische Wälder in die niederösterreichischen Voralpen, wo bekannte Sträßchen wie Hollenstein-Lassing, Haselrast, Semmering über Breitenstein und die Bucklige Welt befahren wurden, nach Baden, das bereits im „Finsteren“ erreicht wurde.

2. Classic 1000 2021 – der „Gleichmäßigste“, aber ohne Heimvorteil – 2. gesamt
2. Classic 1000 2021 – der „Kleinste“ auf Platz 7
2. Classic 1000 2021 – der „Bunteste“ – Platz 2 Gleichmäßigkeitswertung

 

Am zweiten Fahrtag starteten 26 Fahrzeuge in Baden auf dem Parkplatz des historischen Bades: 472 km auf „geradem“ Weg durch den Wiener Wald zur Donau bei Melk, ins Waldviertel in allen bekannten und unbekannten Ausprägungen, etwas Mühlviertel, bei Grein zurück ans rechte Donauufer und ins Ziel nach St. Ulrich, wo alle 26 Teams zeitgerecht bei einbrechender Dunkelheit eintrafen.

Der spannendste Teil der Veranstaltung war wie immer die Ergebnisermittlung, das Zusammentreffen der individuellen Wahrnehmungen, technischen (nicht immer verlässlichen) Daten, der Abbildung in digitaler Form ergab ungewollt einige Missverständnisse, welche die Fahrleitung mit einiger Mühe und Verständnis der Teilnehmer klären konnte. Es gab im Klassement Verschiebungen, die den Teilnehmern hoffentlich nicht allzu viel Kopfzerbrechen machten.

Details zur Veranstaltung finden Sie unter Home (classic1000.at)

2. Classic 1000 2021 – der tatsächlich „Kleinste“ R 6 TL

PS: Ich hatte diesen Bericht dem Veranstalter zur Verfügung gestellt, der diesen auf seiner Homepage umgehend online stellte. Und das Team mit der Startnummer 29 Schützl/Stark auf Renault 6 TL „urgierte“ die Korrektur der Bildlegende des Renault 5 Parisienne, dessen Leistung tiefstapelnd mit 43 PS in der Nennliste angegeben war. Nein, der 6 TL hatte die „geringste“ Leistung mit 46 PS, der 5er war Gruppe 2 mit 80 PS motorisiert! Also: der „Kleinste“ erreichte Platz 14 gesamt und 11 in der Gleichmäßigkeitswertung. Wir gratulieren herzlich.

 

2. Classic 1000 2021 – 2. Fahrtag ZK vor Gut am Steg

Ihr Berichterstatter war als Heinzelmännchen dabei, besetzte fünf Zeitkontrollen an schönen Punkten in Niederösterreich: Groß Hollenstein, Haselrast bei Gutenstein, Aspang Markt, Gut am Steg am Fuß des Jauerlings und Bad Großpertholz im westlichen Waldviertel – eine herrliche Herbstausfahrt über 800 km! Ich drohe auch 2022 wieder Wiederholungstäter zu werden, auch ohne Startnummer auf den Türen.

 

E. Marquart / 11.2021

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