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Rallye dell Isola d’Elba 1972

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Als ich 2007 für die „10. 1000 Minuten Klassik“ Rallye in Krems ein Buch über die Rallye der 1000 Minuten 1964 – 1973 als Teilnehmergeschenk verfasste, ahnte ich nicht, welches Virus ich mir damit eingehandelt hatte. Die Dokumentation von Rallyes der 1960er- und 1970er-Jahre wurde fast zu Dauerbeschäftigung des Pensionisten, zuerst die über die vier größten österreichischen Veranstaltungen (Alpenfahrt, Semperit- und Donau-Castrol-Rallye und Rallye der 1000 Minuten) und anschließend über die Sporteinsätze des Reparto Corse Lancia (Flaminia Coupé, Flavia und Fulvia Coupé).

Der Rallyesport hatte sich seit dieser Zeit aus verschiedensten Gründen so „weiter“ entwickelt, dass sich das Leser- und Zuschauerpublikum die „gute(?)“ alte Zeit gar nicht mehr vorstellen konnte: Umweltbewusstsein, Verkehrs- und Geschwindigkeitsbeschränkungen, technologische Weiterentwicklung und Wirtschaftlichkeitsdenken hatten den Rallyesport zu Rundstreckenrennen auf schlechten Straßen degeneriert. Im Gegensatz zu den Rundstreckenrennen gab es kaum Literatur, einige s/w-Bilder, wenige Veranstaltungsunterlagen und eingeschränkt aktuelle Zeitungs- und Zeitschriftenberichte. Aus einer leicht „glorifizierten“ Vergangenheit des Wertungssports zwischen 1961 und 1969 kommend, fühlte ich mich berufen über die gute alte Zeit etwas fundierter zu berichten. Die Reisen in die Vergangenheit machten Spaß, in der Lancia-Welt betrat ich komplettes Neuland. In den vier Büchern (Nigel Trow, Piero Casucci, A. Manganaro/P. Vinai und W.O. Weernink) gab es Ergebnislisten, wenige (fast immer dieselben) Fotos und brauchbare textliche Ergänzungen zu den Bildern. 2009 erschien mein erstes Buch über die Starts der Fulvias in Österreich, bis 2019 hatte ich dann mit Hilfe wohlmeinender Freunde aus ganz Europa die Einsätze der Werkswagen fast lückenlos zusammengestellt. Mit Gianni Tonti konnte ich mich via E-Mail 2012/13 abstimmen, sodass sich die Dokumentationen mit denen aus England und tlw. Frankreich durchaus messen können.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Barbasio/Sodano unterwegs zu Platz 2

War es in Österreich durch mein Wissen über diese Periode relativ leicht (fast) lückenlose Dokumentationen in Buchform zu verfassen, war das in Italien und Frankreich bedeutend mühsamer. Akribisches Suchen nach zeitgenössischen Magazinen auf den Oldtimer-Märkten, aufmerksames Verfolgen der Buchneuerscheinungen (und vergriffener alter „Schinken“) sowie wochenlanges Stöbern im Internet (Google sei Dank) ergaben schließlich die kritische Masse für zusammenfassende Darstellungen in Büchern, Clubmagazinen und der Homepage www.lancianews.com . Jetzt kann „man“ nachschauen, wenn man wissen will, wann, wer, mit welchem Auto, mit welchem Erfolg wo mit Lancias gefahren ist. Literaturhinweise und (meist gestohlene) Bilder inklusive.

Aber die Intention der Bücher über die österreichischen Veranstaltungen – „vollständige“ Dokumentation und Wettbewerbsdetails, welche die Anforderungen an die Teilnehmer beschreiben und begreifbar machten sollten, konnte mangels Unterlagen nicht erfüllt werden. Zeitgenössische Zeitschriften und Bücher können diese Details aus Platzgründen natürlich nicht bringen – zu umfangreich, trocken und zu teuer bei der Herstellung. So „fehlt“ leider in meinen Lancia-Büchern die Rallyeatmosphäre.

Im März und April 2021 hatte ich vier Berichte über die Rallyes auf den Inseln im westlichen Mittelmeer – Sizilien, Elba, Sardinien und Korsika – in lancianews gebracht. Bei der Recherche über die Rallye auf Elba erzählte mir Helmut Neverla, dass er von seinem Start 1972 mit Willi Bisek auf einem Salzburger Käfer noch fast alle Unterlagen in seinem Archiv hätte. Heureka – endlich originale Unterlagen über eine italienische Ralle dieser Zeit, nicht nur Sekundärliteratur. Daher versuche ich im Folgenden die Rallye dell‘ Isola d’Elba 1972 so beschreiben, dass der Eindruck für die Spätgeborenen so authentisch wie möglich wiedergegeben wird.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Programm

5. Rallye internazionale Isola d’Elba – „10. Trofeo E. Bettoja“
Lauf zur Fahrer-Europameisterschaft der FIA, der französischen, italienischen und österreichischen Rallyemeisterschaft
6. – 8. April 19721.300 km in zwei Etappen mit 26 Sonderprüfungen über 189 km. 106 Starter, 27 im Ziel klassiert.
13 Fulvia 1,6 HF, 13 1,3 HF am Start, neun im Ziel.

Datum

#

Fahrer/Beifahrer

Erg.

Auto

6. Apr.

1

Munari/Mannucci

TO E51658

Fulvia 1,6 HF

4

Barbasio/Sodano

2

TO E51660

Fulvia 1,6 HF

8

Ballestrieri/Bernacchini

TO B51443

Fulvia 1,6 HF

11

Källström/Haggbom

3

TO B79057

Fulvia 1,6 HF

22

Pelganta/Mannini

TO F35201

Fulvia 1,6 HF

7

Janger/Wessiak

5

S 117238

VW 1302 S

19

Dr. Fischer/Rader

S 13891

VW 1302 S

26

Fischer/Siebert

S 117237

VW 1302 S

37

Bisek/Neverla

S 117239

VW 1302 S

 

Die offiziellen Unterlagen des Veranstalters „Automobile Club Livorno“ sind in italienischer Sprache mit teilweiser Übersetzung ins Französische verfasst. Die Ausschreibung 1971, die uns vorliegt, wurde von der Sportabteilung von Porsche Salzburg ins Deutsche übersetzt – 13 DIN A4-Seiten plus sieben Seiten Ergänzungen zu einzelnen Ausschreibungspunkten. Das Programmheft mit den Durchführungsbestimmungen umfasst die Zeit/Entfernungstabelle, Tabelle der „prove speciali“ mit Länge, Beginn und Ende sowie Vorgabezeiten, Streckenübersicht mit Zeit-, Passierkontrollen und Sonderprüfungslokationen.
Aus der Ausschreibung herausgelesen waren einige Punkte maßgebend:

  • Der Streckenverlauf ist für den öffentlichen Verkehr offen
  • Die Strecken der Sonderprüfungen sind für den öffentlichen Verkehr gesperrt
  • In einigen Etappen müssen die Fahrer zwischen zwei Zeitkontrollen Sonderprüfungen entsprechend der beigefügten Tabelle absolvieren. Die bestehenden Sonderprüfungsstrecken können in einer beliebigen Zeit durchfahren werden, nur nicht in einer höheren als der für jedermann vorgeschriebenen. Die vorgesehenen Strecken sind entsprechend ihrer Länge mit ihrer Durchfahrtszeit auf Basis einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50 km/h kalkuliert. Start und Ziel der genannten Prüfungen müssen fliegend durchfahren werden.
  • Es bleibt die Verpflichtung, die Teilstrecken zwischen den Zeitkontrollen entsprechend in der Tabelle vorgeschriebenen Soll-Zeiten zu durchfahren.

 

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Streckenskizze 1

Ergänzend sollte man erklären, dass in Italien aus versicherungstechnischen Gründen Sonderprüfungen abweichend von anderen Ländern ausgerichtet wurden: Um die Durchschnittsgeschwindigkeit zu begrenzen wurden Zeitvorgaben gemacht, deren Unterschreitung nicht gewertet wurde: Erreichen oder Unterschreiten der Sollzeit wurden mit null Strafpunkten bewertet, Überschreitungen in der üblichen Weise in Punkteform addiert. Dass die Sollzeiten durch Straßenverlauf und Topografie oftmals nicht erreicht werden konnten, ließ diese Prüfungen für die Teilnehmer wie Prüfungen auf schnellste Zeit erscheinen.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Strecken- und Zeitplan

 

 

 

 

 

 

 

 

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Strecken- und Zeitplan

 

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Strecken- und Zeitplan
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Strecken- und Zeitplan
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Startliste

 

So weit, so klar. Aber …. Schauen Sie einmal die „tabella ufficiale“ mit den Entfernungs- und Zeitangaben genauer an. Die 224 qkm der Insel, Topografie und Längenausdehnung erlauben keine Langstreckenrallye: eine Runde hatte die Länge von 647 km, wurde nächtens um 22:20 Uhr gestartet und war in 29 Etappen mit Fahrzeiten zwischen 10 und 50 Minuten unterteilt. In diese 29 Etappen waren 13 Sonderprüfungen zwischen 5,3 und 10,8 km eingebaut. Der offizielle Schnitt war unter 50 km/h festgesetzt, doch die Kürze der Etappen erlaubte kaum Zeit für Tanken, eventuelle Servicearbeiten geschweige denn Behebung von Defekten.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Identifikationskarte # 37
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Startkarte # 37 – nicht lange genutzt!

Der Serviceplan von Porsche Salzburg umfasste pro Runde 26 Servicepunkte, entfernungs- und zeitgemäß gewichtet nach ungefähr der Hälfte der Strecke, wobei genau vermerkt wurde, wie lange die Etappe (und damit die Zeit bis zur nächsten ZK) war. Die Ausschlusstoleranz in einer Zeitkontrolle war 30 Minuten, gesamt 60 Minuten. Die Park-ferme-Zeiten liefen ab Abnahme, 60 Minuten nach Ankunft nach der ersten Etappe (Runde) und sofort nach Ankunft nach der zweiten Zielankunft. Dieser Zeitrahmen machte ein detailliertes Gebetbuch für nahezu die gesamte Strecke notwendig, nicht nur die Sonderprüfungen, auch die kurzen Etappen wurden SP-mäßig notiert, daher umfasste der gesamte Schrieb, den Ing. Hans Siebert, Beifahrer von Georg Fischer, verfasst hatte, über DIN A4 40 Seiten, die individuell von den anderen Beifahrern im Team ergänzt oder erweitert wurden. Erschwerend für die ausländischen Teilnehmer war natürlich die weite Entfernung von zu Hause: Überstellung der Wettbewerbsfahrzeuge, Zeitaufwand, notwendiger Puffer für Unabwägbarkeiten und eventuell notwendige Service- und Vorbereitungsarbeiten.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – das Roadbook

 

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – das Roadbook – Start in Portoferraio
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – das Roadbook – Beginn SP

 

Der Veranstalter stellte auch ein „Roadbook“ – in der italienischen Fachsprache „Radar“ bezeichnet – zur Verfügung: DIN A5, s/w, 77 Seiten, von unten nach oben zu lesen, dreispaltig – grafische Darstellung der landmarks, relative Entfernung zwischen den landmarks und verbale Hinweise (Straßenbeschaffenheit, Ortstafeln, Tankstellen etc.). Für heutige Verhältnisse wegen der Größe von Zeichnung und Schrift sowie Spaltenanordnung eher mühsam zu lesen – im flott gefahrenen Auto, in der Nacht!

 

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – „Gebetbuch“ Porsche Salzburg

Ich habe in zwei Tabellen die Sonderprüfungsvorgaben und erreichten Ergebnisse zusammengestellt. Die Zeiten habe ich aus der italienischen Zeitschrift „AutoSprint“ 15/72 genommen, wo Sie Details und Hintergrundgeschichten nachlesen können.

 

    SP – Runde 1 Länge Sollzeit Istzeit Punkte Fahrzeug
1 Falconaia 9,5 11:24
1. Paganelli/Russo 11:06 0 Fiat 124
2. Munari/Mannucci 11:09 0 Fulvia 1,6 HF
3. Pinto/Macaluso 11:10 0 Fiat 124
4. Källström/Haggbom 11:10 0 Fulvia 1,6 HF
5. Pelganta/Mannini 11:10 0 Fulvia 1,6 HF
10. Janger/Wessiak 11:21 0 VW 1302 S
2 Segagnana 9,0 10:48
1 Paganelli/Russo 10:37 0
2 Ballestrieri/Bernacchini 10:46 0 Fulvia 1,6 HF
3 Bisulli/Zanoccolli 10:48 0 Fiat 124
4 Warmbold/Eisendle 10:53 5 BMW 2002
5 Trombotto/Enrico 11:01 13 Fiat 124
8 Janger/Wessiak 11:05 17
3 Lentisco 4,8 05:46
1 Paganelli/Russo 05:28 0
2 Warmbold/Eisendle 05:38 0
3 Trombotto/Enrico 05:39 0
4 Pinto/Macaluso 05:41 0
5 Ballestrieri/Bernacchini 05:42 0
Janger/Wessiak 05:42 0
4 Falconaia 9,5 11:24
1 Paganelli/Russo 11:12 0
2 Ballestrieri/Bernacchini 11:24 0
3 Trombotto/Enrico 11:30 6
4 Barbasio/Sodano 11:32 8 Fulvia 1,6 HF
5 Verini/Quaranta 11:49 21 Fiat 124
6 Janger/Wessiak 11:54 30
5 Volterraio 5,3 06:22
1 Ballestrieri/Bernacchini 05:54 0
2 Trombotto/Enrico 06:00 0
3 Janger/Wessiak 06:01 0
4 Verini/Quaranta 06:02 0
5 Paganelli/Russo 06:03 0
6 Barbasio/Sodano 06:04 0
6 M. Castello 6,0 07:12
1 Janger/Wessiak 06:34 0
2 Ballestrieri/Bernacchini 06:42 0
3 Trombotto/Enrico 06:48 0
4 Barbasio/Sodano 06:48 0
5 Källström/Haggbom 06:51 0
6 Verini/Quaranta 06:52 0
7 San Martino 10,8 12:58
1 Ballestrieri/Bernacchini 13:19 22
2 Trombotto/Enrico 13:25 27
3 Barbasio/Sodano 13:31 33
4 Janger/Wessiak 13:36 38
5 Cecatto/Bertollo 13:42 44 Fiat 128
6 Källström/Haggbom 13:46 48
8 M. Castello 6,0 07:12
1 Verini/Quaranta 06:40 0
2 Janger/Wessiak 06:42 0
3 Pelganta/Mannini 06:49 0
4 Trombotto/Enrico 06:50 0
5 Ballestrieri/Bernacchini 06:54 0
6 Källström/Haggbom 06:55 0
9 Volterraio 5,3 06:22
1 Källström/Haggbom 05:58 0
2 Verini/Quaranta 05:59 0
3 Janger/Wessiak 06:00 0
4 Trombotto/Enrico 06:02 0
5 Ballestrieri/Bernacchini 06:03 0
6 Dall’Ava/Maiga 06:08 0 Fulvia 1,6 HF
10 Lentisco 4,8 05:46
1 Trombotto/Enrico 05:44 0
2 Källström/Haggbom 05:45 0
3 Ballestrieri/Bernacchini 05:46 0
4 Barbasio/Sodano 05:48 2
5 Pelganta/Mannini 05:51 5
7 Janger/Wessiak 05:56 10
11 Falconaia 9,5 11:24
1 Trombotto/Enrico 11:31 7
2 Källström/Haggbom 11:45 21
3 Ballestrieri/Bernacchini 11:46 22
4 Verini/Quaranta 11:47 23
5 Barbasio/Sodano 12:00 36
6 Janger/Wessiak 12:01 37
12 Segagnana 9,0 10:48
1 Ballestrieri/Bernacchini 11:10 22
2 Trombotto/Enrico 11:12 24
3 Janger/Wessiak 11:24 36
4 Verini/Quaranta 11:36 48
5 Barbasio/Sodano 11:47 59
Källström/Haggbom 11:47 59
13 Volterraio 5,3 06:22
1 Källström/Haggbom 05:56 0
2 Verini/Quaranta 05:58 0
3 Ballestrieri/Bernacchini 06:00 0
4 Besozzi/Brusari 06:01 0
5 Trombotto/Enrico 06:02 0
6 Barbasio/Sodano 06:11 0
94,8
Klassement nach Etappe 1
1 Trombotto/Enrico 77
2 Janger/Wessiak 171
3 Barbasio/Sodano 182
4 Ballestrieri/Bernacchini 195

 

  SP – Runde 2 Länge Sollzeit Istzeit Punkte Fahrzeug
Falconaia 9,5 11:24
1. Barbasio/Sodano 11:30 6
2. Källström/Haggbom 11:38 8
3. Ballestrieri/Bernacchini 11:40 16
4. Trombotto/Enrico 11:42 18
5. Besozzi/Brusati 11:56 32 Fulvia 1,6HF
6. Verini/Quaranta 12:06 42
Segagnana 9,0 10:48
1 Ballestrieri/Bernacchini 10:54 6
2 Källström/Haggbom 11:14 26
3 Trombotto/Enrico 11:17 29
4 Verini/Quaranta 11:23 35
5 Janger/Wessiak 11:59 71
6 Carello/Oberti 12:12 84 Fulvia 1,6HF
Lentisco 4,8 05:46
1 Barbasio/Sodano 05:41 0
2 Ballestrieri/Bernacchini 05:42 0
3 Källström/Haggbom 05:45 0
4 Trombotto/Enrico 05:48 2
5 Janger/Wessiak 05:49 3
6 Verini/Quaranta 06:01 15
Falconaia 9,5 11:24
1 Barbasio/Sodano 11:24 0
2 Trombotto/Enrico 11:28 4
3 Källström/Haggbom 11:31 7
4 Janger/Wessiak 12:01 37
5 Verini/Quaranta 12:15 51
Besozzi/Brusati 12:15 51
Volterraio 5,3 06:22
1 Källström/Haggbom 05:59 0
2 Barbasio/Sodano 06:06 0
3 Trombotto/Enrico 06:09 0
4 Janger/Wessiak 06:11 0
5 Verini/Quaranta 06:13 0
6 Besozzi/Brusati 06:18 0
M. Castello 6,0 07:12
1 Källström/Haggbom 06:44 0
2 Barbasio/Sodano 06:52 0
3 Trombotto/Enrico 07:00 0
4 Verini/Quaranta 07:06 0
5 Besozzi/Brusati 07:10 0
6 Ormezzano-Simoni 07:20 8
San Martino 10,8 12:58
1 Barbasio/Sodano 13:12 24
2 Källström/Haggbom 13:27 29
3 Trombotto/Enrico 13:32 34
4 Besozzi/Brusati 13:50 52
5 Verini/Quaranta 13:58 60
6
M. Castello 6,0 07:12
1 Janger/Wessiak 06:53 0
2 Verini/Quaranta 06:44 0
3 Källström/Haggbom 06:48 0
4 Barbasio/Sodano 06:55 0
5 Trombotto/Enrico 07:05 0
6 Besozzi/Brusati 07:15 3
Volterraio 5,3 06:22
1 Källström/Haggbom 05:55 0
2 Janger/Wessiak 06:01 0
3 Verini/Quaranta 06:03 0
4 Trombotto/Enrico 06:05 0
5 Barbasio/Sodano 06:05 0
6 Bosetti/Bocca 06:12 0 Fulvia 1,6HF
Lentisco 4,8 05:46
1 Barbasio/Sodano 05:38 0
2 Källström/Haggbom 05:39 0
3 Trombotto/Enrico 05:46 0
4 Janger/Wessiak 05:47 1
5 Verini/Quaranta 05:49 3
7 Tominz/“Squaw“ 06:02 16
Falconaia 9,5 11:24
1 Barbasio/Sodano 11:36 12
2 Källström/Haggbom 11:40 16
3 Trombotto/Enrico 11:41 17
4 Källström/Haggbom 12:04 40
5 Verini/Quaranta 12:06 42
6 Besozzi/Brusati 12:11 47
Segagnana 9,0 10:48
1 Trombotto/Enrico 11:11 23
2 Barbasio/Sodano 11:13 25
3 Janger/Wessiak 11:29 41
4 Källström/Haggbom 11:34 46
5 Verini/Quaranta 11:42 54
6 Besozzi/Brusati 12:03 75
Volterraio 5,3 06:22
1 Källström/Haggbom 05:58 0
2 Trombotto/Enrico 06:04 0
3 Barbasio/Sodano 06:11 0
4 Janger/Wessiak 06:22 0
5 Tominz/“Squaw“ 06:27 5
6
94,8
Gesamtergebnis
1 Trombotto/Enrico 174
2 Barbasio/Sodano 254
3 Källström/Haggbom 462
4 Verini/Quaranta 681
5 Janger/Wessiak 739
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Ballestrieri/Bernacchini – ausgeschieden
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Barbasio/Sodano – Platz 2
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Harry Källström in der mediterranen Sauna
Rallye dell Isola d’Elba 1972 -Blick in Munaris Werkstatt

1972 war das Jahr, in welchem Lancia die Internationale Markenmeisterschaft und Barbasio/Sodano die italienische Rallyemeisterschaft zum zweiten Mal gewannen: Rallye Monte-Carlo, Marokko Rallye, Rally Sanremo, Plätze in Schweden, bei der Akropolis Rallye sowie bei der RAC Rally krönten die Fulvia-Karriere. Nach Portoferraio kam die HF Squadra Corse im April mit den Siegen in Monte Carlo und Sizilien im Gepäck mit fünf Wagen (vier Gruppe 4, einer Gruppe 3), nur zwei kamen auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel, Munari/Mannucci hatten ein Vorderrad verloren, Ballestrieri/Bernacchini Motorschaden. Gianni Tonti hat auch diese Rallye akribisch in seinen „Quaderni“ dokumentiert: 1.600 ccm Motoren, 8/43-Übersetzung, Sperrdifferenzial Borg-Warner, direkte Lenkung, verstärkte Karosserien, modifizierte Federn, Alu-Unterbodenschutz, unterschiedliche Stoßdämpfer, 36 cm-Lenkrad. Källström fuhr ohne Sperrdifferenzial und mit Koni-Dämpfern. Tonti hält auch bei der Zusammenfassung über Barbasios Fulvia fest: „Le vetture si è aperta complentamente nelle porte posteriore.“

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Pelganta/Mannini – ausgeschieden
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Barbasios Fulvia knapp vor der Auflösung

Das Team von Porsche Salzburg, das mit vier 1302 S gestartet war, brachte trotz planmäßiger Vorbereitung ohne besondere Vorkommnisse – allein die Anreise aus Salzburg per Achse war bereits eine ziemliche Anstrengung – nur einen Wagen mit Janger/Wessiak auf Platz 5 ins Ziel. Das war einerseits eine große Überraschung, denn der Heimvorteil von Lancia und FIAT war sehr groß. Aber 1973 startete Warmbold mit Källström-Beifahrer Haggbom auf einem Salzburger Käfer und besiegte die Italiener im Heimspiel.

Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Bisek/Neverla SP Falconaia
Rallye dell Isola d’Elba 1972 – Janger/Wessiak (Bartuschat)
Rallye dell Isola d’Elba – Buch Ulivelli/Parra

Es gibt ein Buch über die Rallye Elba: Andrea Ulivelli/Mauro Parra, Rallye del‘ Isola d’Elba 1968 – 1993, 2003, GPM Edizione, Portoferraio, sowie ein Bericht in Lothar Bartuschats Jahrbuch des Rallyesport 1973, 1973, B+V Press, Darmstatt.

 

E. Marquart / 5.2021

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