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Giorgio Pianta – una vita per le corse

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Seit dem Erscheinen meines Buches über die Sportgeschichte der Flavia im Jahr 2010 habe ich Kontakt zu Sergio Limone, maßgebenden Techniker der FIAT-Gruppe seit den 1970er-Jahren. Er hatte an vielen Projekten mitgearbeitet: Fiat 131 Abarth, Lancia Montecarlo, 037, Delta S4 und den Rennsport-Alfa Romeo – https://it.wikipedia.org/wiki/Sergio_Limone.

Für meine beiden Bücher über die Flavia (2106) und das Flaminia Coupé (2017) stellte er mir Informationen und Bildmaterial zur Verfügung, die sehr wertvoll waren. Im Herbst 2018 fragte Sergio Limone zu Details zu Flaminia Zagatos an, die wir in Wien allerdings nur teilweise beantworten konnten. Bei dieser Gelegenheit kündigte er ein Buch über den 2014 verstorbenen Giorgio PIanta an, das im Februar 2019 in Turin bei der AutoMotoRetro präsentiert werden sollte.

Giorgio Pianta – una vita per le corse

 

Mitte Februar brachte mir die Post ein kleines Paket mit diesem Buch, Absender Luca Gastaldi – Co-Autor des Buches und bekannter Verfasser mehrerer Bücher über Lancia-Fahrzeuge („Una storia vincente“; „Delta S4“, „Delta e le altre Lancia da corse“, „Lancia nome in codice“).

– Sergio Limone & Luca Gastaldi
– Giorgio Pianta – una vita per le corse – a life for racing
– Herausgeber Luca Gastaldi, 10078 Venaria Reale
– ISBN 979-12-200-4354-0
– 240 Seiten, in italienischer und englischer Sprache.

 

 

Jetzt bin ich möglicherweise nicht ganz objektiv, was Bücher über Motorsport betrifft, weil für mich die rein journalistische Behandlung des Themas nie den Kern der Faszination des Motorsports trifft -Farbenblinde erzählen über Farben. Das vorliegende Buch bringt für mich aber genau das, was über den Menschen Giorgio Pianta, seine Karriere und seine Bedeutung innerhalb des italienischen Motorsports über fast 50 Jahre aus „berufenem Munde“ erzählt werden kann. Sergio Limone hat viele Jahre mit Giorgo Pianta zusammengearbeitet, der bei allen genannten Projekten konzeptiv, bei Bau und Erprobung mitgewirkt hat.

 

Giorgio Pianta – una vita per le corse – im Fiat 600 1960

Übersichtliche Gliederung nach den Abschnitten der Karriere, umfangreich bebildert mit ausführlichen Bildlegenden

– Familie
– Privatfahrerzeit (Fiat 600, NSU bis Abarth 750)
– Die frühe Lancia-Zeit (Flaminia, Flavia, Fulvia)
– Die bunten Jahre auf Rennstrecken und Rallyepisten (Alfa Romeo, ISO, Autobianchi, Opel)
– Der Weg in die Entwicklung (Fiat 124, X 1/9, Fiat 131)
– Lancia II (Montecarlo, 037, Delta S4, Delta)
– Alfa Romeo (DTM)
– Zeit der “Ernte” und Anerkennung
– Erzählungen der Wegbegleiter und Zeitzeugen.

Giorgio Pianta – una vita per le corse – Kenia 1979 mit Walter Röhrt und Sandro Munari

 

 

Für den Historiker fehlt vielleicht die Darstellung der Chronologie, was aber bei der großen Anzahl von Starts, Autos und unterschiedlichen Wettbewerben eine eher mühsame, nicht allgemein interessante Ergänzung gewesen wäre.

Durch die Länge der Karriere und Vielseitigkeit der Aufgaben bedingt ist diese Bild-Biografie eine lohnende Lektüre für nahezu alle am italienischen Motorsport und den handelnden Personen interessierten Leser. Nicht nur für Fulvia-Beschränkte wie mich.

Ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Giorgio Pianta – una vita per le corse

 

E. Marquart / 2.2019

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