Fulvia – Werkzeug und Gummipuffer

Fulvia – Werkzeug und Gummipuffer

11 Okt, 2005

Lernfähig zu sein, ist ein Gebot bei der Beschäftigung mit „alten“ Autos – es gibt Werkzeug, verbesserte Teile und Materialien – in WIEN!

Im Zuge der Restaurierung eines Fulvia Coupés 1,2 entstanden Werkzeuge und Verbesserungen, die für viele Fulvia-Eigentümer mit Liebe zum perfekten „Schrauben“ und gutem Fahrverhalten von Interesse sind. Die folgende Beschreibung und Vorstellung soll als Einladung für Nachfrage und Bestellung gesehen werden. Reine Bewunderung hilft nicht bei Restaurierung, Wartung und Verbesserung.

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Gummipuffer für die Lancia Fulvia Vorderrad-Aufhängung
Ein bekanntes und lästiges Problem bei Fulvias ist die Tatsache, dass sich der Vorderbau im Laufe der Zeit senkt. Die Vorderräder verschwinden in den Radkästen und die Fulvia wirkt wie am Boden zerstört.
Ursache davon sind eine weich gewordene Blattfeder oder/und in sich zusammengeschrumpfte Gummipuffer. Diese Puffer sind zwischen der Blattfeder und dem oberen Dreieckslenker montiert und haben zwei Aufgaben zu erfüllen: 1. (Geräusch)dämpfende Verbindung herstellen und  2. Ausgleich der Relativbewegung von Dreieckslenker und Blattfeder während des ein- und ausfederns.
Die Original-Puffer haben eine Bauhöhe von 89 mm und sind relativ schlank im Durchmesser, das Verhältnis Bauhöhe zu Durchmesser (BH/DM) beträgt 1,60. Bei Materialermüdung werden sie daher unweigerlich durch die Blattfeder zusammengestaucht.
Die in Italien erhältlichen Nachbau-Puffer  sind noch dazu aus nicht wiederstandsfähigem Material in falscher Shore-Härte gefertigt und schon nach kurzer Zeit liegt die Fulvia wieder auf der Nase!
Die von mir konstruierten Pufferelemente weisen selbstverständlich die gleiche Bauhöhe auf, jedoch ist der Gummiteil wesentlich niedriger und stärker im Durchmesser – BH/DM = 0,75 !! Das Material wurde entsprechend den auftretenden Druck- und Scherkräften ausgewählt. Eine Stauchung des Bauteiles ist daher unmöglich!
Für Liebhaber großer Bodenfreiheit können meine Gummipuffer (auch nachträglich) sogar verlängert werden!
Diese Gummipuffer sind in meiner Fulvia seit 10 Jahren im Einsatz, zahlreiche coupes in Europa und sogar aussereuropäische Fulvias (in Kanada und sogar Japan) stehen wieder waagrecht.
Bei Interesse, bitte bei RAFANO FO krenn@ipu.co.at melden!!
Werkzeug für die Halbachsmutter und die Nutmuttern der Hinterachse
Bei dem Ein- und Ausbau der Fulvia-Halbachsen bzw. des hinteren Radlagers ist die größte Hürde das Lösen der zumeist festgefressenen Nutmuttern. Selbst wenn das Original Lancia Werkzeug zur Verfügung steht, ist es eine mühevolle Arbeit, da sich die Nuss nur allzu leicht von der Nutmutter löst.
Auch das Gegenhalten kann zum Problem werden, wenn niemand vorhanden ist der die Bremse betätigt, oder wenn gar keine Bremse vorhanden ist.
Bei dem hier angebotenen Werkzeug wird der Steckschlüssel mit Hilfe einer Zentrierscheibe gehalten und kann sich nicht von der Mutter lösen. Gegengehalten wird mittels einem entsprechend langen Hebel, der wiederum auf eine mitgeschraubte Haltescheibe gesteckt wird – Bild 1 erklärt es besser!
Für Freunde von sauberer Arbeit mit intelligentem Werkzeug habe ich eine Sonderserie aufgelegt. Die Steckschlüssel sind aus gehärtetem Stahl, alle anderen Teile aus nichtrostendem Edelstahl gefertigt. Verpackt ist das ganze in einer massiven Holzkiste.
Erhältlich ist das Werkzeug für die Halbachse Serie 1, Halbachse Serie 2, Hinterachse Serie 1 und Hinterachse Serie 2 oder komplett wie am Bild mit der Holzkiste dargestellt.
Bei Interesse, bitte bei RAFANO FO krenn@ipu.co.at melden!!

2 Kommentare

  1. Wälti Thomas /

    Guten Tag
    Ich habe eine Fulvia 1969 1.3S Rallye. Ich möchte die von Ihnen hergestellten Gummipuffer für original Höhe (1 Satz) bestellen.

    http://www.lancianews.com/site/wp-content/uploads/2005/10/fkful_gummip.jpg

    Können Sie mir die Gummipuffer in die Schweiz liefern?

    Besten Dank und erwarte gerne ich Ihre Antwort

    freundliche Grüsse
    Thomas Wälti
    Telefon: +41 79 422 85 52

    • Ernst Marquart /

      Sehr geehrter Herr Wälti,
      ich habe Ihre Anfrage an Herr DI Florian Krenn krenn@ipu.co.at weitergeleitet. Sie finden diese Adresse auch in dem Bericht, den Sie zitieren.
      Mfg
      E. Marquart

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