Primadonnen

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28 Apr, 2014

Ein weiterer Blick in unser Geschichtsarchiv: Die erfolgreichen Lancia Fulvias sind über Jahre „anonym“ geblieben. Erst im Gianni Tonti Buch wurde offiziell dokumentiert, welche wo gewonnen haben.

Das Gianni Tonti Buch: Tour de Corse 1967: "le madre di tutte le vittorie" (Sandro Munari)

Das Gianni Tonti Buch: Tour de Corse 1967: „le madre di tutte le vittorie“ (Sandro Munari)

„Die“ Primadonna aller Fulvias kennen wir alle: 818.540 002256 – Sandro Munaris Siegerfahrzeug von der Rallye Monte Carlo 1972. 1971 mit Lampinen/Davenport  auf dem sechsten Platz ins Ziel gekommen, wurde sie nach dem Sieg 1972 ins Werks-Museum gebracht. Dort kann sie besichtigt werden, sofern sie nicht zu besonderen Anlässen in ganz Europa herumreist. Ausstellungen, Jubiläen und Bewerbe mit prominenten Chauffeuren am Steuer. So z.B. 2009 bei der Ennstal Classic mit Luciano Viaro.

Das Gianni Tonti Buch: RAC Rally 1970: der zweite Sieg für Källström/Haggbom

Das Gianni Tonti Buch: RAC Rally 1970: der zweite Sieg für Källström/Haggbom

Ein Sieg, sicherlich der wichtigste, aber da gab es noch andere siegreiche Fulvias. In dem Bericht „Fulvia-Datensumpf“ (Rubrik „Titel“ im Mai 2010) hatte ich die erfolgreichsten Fahrzeuge getrennt nach den Modellen HF, 1,3 HF und 1,6 HF geordnet nach Anzahl der Einsätze zusammengestellt.

Das Gianni Tonti Buch: San Martino di Castrozza 1971: Munari/Mannucci mit der TO B99805

Das Gianni Tonti Buch: San Martino di Castrozza 1971: Munari/Mannucci mit der TO B99805

Aus diesem Datensumpf hole ich jetzt die Fahrzeuge heraus, welche die meisten Siege errungen hatten. Bekanntlich wurden 79 identifizierte Wagen zwischen 1965 und 1974 in ca. 240 Bewerben eingesetzt – 12 HF, 27 1,3 HF und 40 1,6 HF – es gab auch einige nicht identifizierte, vor allem in der Frühzeit der HF und 1,3 HF zwischen den Gruppen 1 und 3 pendelnd.

Das Gianni Tonti Buch: San Remo 1969: Harry Källstöms erster Schritt zur Europameisterschaft

Das Gianni Tonti Buch: San Remo 1969: Harry Källstöms erster Schritt zur Europameisterschaft

Welche waren jetzt die „siegträchtigsten“?

Fahrzeug telaio von-bis Eins. Siege Jahr Bewerb lebt
TO 953013 1237 1967 – 68

11

4

1967 Tour de Corse

N

1968 Rallye du Forez
1968 Crit. Jean Behra
1968 Crit. Feminile
TO B98534 1411 1970

7

4

1970 Elba (disq.)

J

1970 Alpi Orientali
1970 GP Mugello
1970 RAC
TO B99805 1320 1970 – 72

15

4

1971 San Martino di C.

N

1971 Alpi Orientali
1971 1000 Minuten
1972 4 Regioni
TO G75937 2270 1972 – 73

9

4

1973 Martha Goldpokal

J

1973 999 Minuti
1973 4 Regioni
1973 ?? März 1973 ??
TO A81338 2017 1969

7

3

1969 SanRemo

N

1969 Villa d’Este
1969 Alpe de Luna
TO E51664 2264 1971

10

3

1971 999 Minuti

J

1971 Semperit Rallye
1971 San Marino
TO H23322 2273 1973

5

3

1973 Costa Brava

J

1973 Sizilien
1973 San Martino di C.

 

Das Gianni Tonti Buch: 999 Minuti 1971 - Munari/Mannucci mit der TO E51664

Das Gianni Tonti Buch: 999 Minuti 1971 – Munari/Mannucci mit der TO E51664

Haben diese „geschundenen“ Fahrzeuge bis heute überlebt? Nur in einem geringen Ausmaß, denn erst die meist verstärkten 1,6 HF der Spätphase fanden ihren Weg zu Sammlern, TO B99805 wurde laut Aufzeichnungen verschrottet. TO E51664 „lebt“ in der Schweiz (siehe  Rubrik Drivers Journal „Hut ab“ vom Mai 2010), TO H23322 übersiedelte 2011 von Italien nach Großbritannien.

Das Gianni Tonti Buch: Costa Brava 1973: Munari/Mannucci auf dem Weg zum Europameistertitel

Das Gianni Tonti Buch: Costa Brava 1973: Munari/Mannucci auf dem Weg zum Europameistertitel

In Summe wurden die insgesamt 73 Siege mit 37 weitere Fulvias neben den oben angeführten errungen, d.h. welche Erfolgsquote lässt sich daraus errechnen?

Das Gianni Tonti Buch: 999 Minuti 1973: Ballestrieri/Maiga 1. Startreihe in Monza

Das Gianni Tonti Buch: 999 Minuti 1973: Ballestrieri/Maiga 1. Startreihe in Monza

E. Marquart / 4.2014

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