Ruhm für die Nachwelt – Michel Vaillant

Ruhm für die Nachwelt – Michel Vaillant

8 Jan, 2011

Frankreichs Comic-Held Nr. 1 Michel Vaillant besiegt „natürlich“ auch die Fulvia in Ostafrika!

Der Comic-Held Michel Vaillant: Fast eine (heute verbotene) Marlboro-Werbung der Startnummer 4

Der Comic-Held Michel Vaillant: Fast eine (heute verbotene) Marlboro-Werbung der Startnummer 4

Was ist Ruhm, wodurch wird er für die „Nachwelt“ konserviert und weitergegeben? Wir haben heute ein Beispiel ganz exklusiver Bewahrung von Ruhm für Lancia-Freunde ausgewählt.

Es ist ziemlich allen Fulvia-Kennern bekannt, dass Lancia Marlboro 1974 bei der East African Safari Rallye in Kenia mit zwei Fulvia 1,6 HF gestartet ist – das war der letzte offizielle Einsatz der Fulvia. Über acht Jahren seit der Tour de Corse 1965 war die Fulvia das Einsatzfahrzeug für die HF Squadra Corse (bis September 1972) und Lancia Marlboro (ab Oktober 1972). Ab Ende 1973 folgte der Stratos nach.

Nach mehreren Versuchen – 1969 mit drei Fahrzeugen: Pat Moss-Carlsson, Rauno Aaltonen und Tony Fall – Aaltonen erreicht schwer gezeichnet als 9. das Ziel, Fall wurde 15.; 1970 schieden alle drei Fulvias (Munari, Källström und Lampinen) aus; 1971 wurden wieder drei Wagen mit Munari, Källström und Lampinen eingesetzt – nur Källström erreichte als 8. das Ziel; 1972 und 1973 wurde die Safari ausgelassen; 1974 kamen Munari als 4. und Mehta als 11. ins Ziel. Die großen Erfolge für Lancia kamen erst mit den Deltas Ende der 1980er-Jahre, Stratos und 037 scheiterten trotz großen Einsatzes von Technik, Team und Fahrern.

Der Comic-Held Michel Vaillant: Shekar Mehta/Mike Doughty auf dem Weg zum 11. Platz (Fotos aus Herbert Völkers "Stories aus dem Rallyesport 1974, Orac Verlag, Seite 76)

Der Comic-Held Michel Vaillant: Shekar Mehta/Mike Doughty auf dem Weg zum 11. Platz (Fotos aus Herbert Völkers „Stories aus dem Rallyesport 1974, Orac Verlag, Seite 76)

Zurück zum Titel dieses Berichtes. Wenn die Fulvia der Safari 1974 Eingang in eine der berühmtesten Comic-Serien Europas findet, dann hat sie wohl den Olymp des Sportruhms erreicht. Im Band „Dans l’Enfer du Safari“ (46 S., 1975) / East African Safari (Michel Vaillant 7, Koralle, 15. Juni 1978) kämpft der Serienheld Michel Vaillant in Ostafrika unter anderen gegen eine Fulvia mit der Startnummer 4.

Wir zitieren Wikipedia: „Michel Vaillant ist eine Comic-Figur, die 1957 von dem französisch-belgischen Zeichner und Autor Jean Graton geschaffen wurde. Die ersten Vaillant-Geschichten erschienen ab Februar 1957 in dem franko-belgischen Comic-Magazin Tintin, in dem viele Abenteuer- und Krimi-Serien publiziert wurden. Tintin-Comics waren für eine jugendliche männliche Leserschaft konzipiert und meist im Stil der Ligne claire gestaltet (Tim und Struppi). Auch die Vaillant-Serie wurde von Graton zunächst in diesem Stil gezeichnet. Ab den späten 1960er Jahren fertigte er die Zeichnungen in einem aufgelockerten, moderneren Stil an.“

Der Comic-Held Michel Vaillant: Und die Wiedergabe im Band 27 ...

Der Comic-Held Michel Vaillant: Und die Wiedergabe im Band 27 …

Wir haben drei Zeichnungen aus dem Band kopiert, natürlich gewann Michel Vaillant die Rallye, über den Verbleib der Fulvia wird leider nichts berichtet. Schon damals zählten nur die Siege, ein vierter Platz bei der Rallye der Wirklichkeit ist nicht erwähnenswert.

E. Marquart / 1.2011

lancianews dankt Helmut Neverla für die Bereitstellung dieser historisch bedeutenden Dokumentation. Nur wirkliche Lancia-Kenner entdecken Fulvias in allen Druckschriften!

Der Comic-Held Michel Vaillant: Die Creme der Rallyefahrzeuge als Gegner von Michel Vaillant

Der Comic-Held Michel Vaillant: Die Creme der Rallyefahrzeuge als Gegner von Michel Vaillant

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